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Aktuelles

10.04.2018

Förderpreis der Deutschen Stiftung für Chronisch Kranke für Projekt der Kardiologie am Charite Campus Benjamin Franklin

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Intersektorale Patientenversorgung von Patienten mit fortgeschrittenen Herzerkrankungen

Die Klinik für Kardiologie am CBF freut sich als eine von drei Institutionen in Deutschland über den Förderpreis der Deutschen Stiftung für Chronisch Kranke, der insbesondere eine bessere Vernetzung der Versorgungsstruktur zwischen ambulantem und stationärem Sektor für Patienten mit fortgeschrittenen Herzerkrankungen, wie die Herzinsuffizienz, unterstützen soll.

Herzerkrankungen sind führende Todesursache westlicher Länder und einer der häufigsten Gründe für eine Krankenhausaufnahme in Deutschland. Durch Fortschritte im Bereich der Herzmedizin und vor allem durch neue interventionelle Therapiekonzepte konnte in den vergangenen Jahren die Lebenserwartung von Patienten mit chronischen Herzerkrankung verbessert werden. Die Komplexität der kardialen Erkrankungen stellt eine neue Herausforderung für alle Sektoren des Gesundheitswesens, ambulantem wie stationärem Sektor dar. „Wir haben erkannt, dass Patienten mit Herzerkrankung häufig nicht optimal behandelt werden, weil die Vernetzung zwischen der Klinik und den vor- und weiterbehandelnden Kolleginnen und Kollegen nicht optimal funktioniert“, so Prof. Ulf Landmesser, Direktor der Klinik für Kardiologie am Charite Campus Benjamin Franklin und Ärztlicher Zentrumsleiter HerzKreislaufmedizin der Charite.“ „Gerade bei komplex kranken Patientinnen und Patienten, beispielsweise mit Herzschwäche kann dies fatale Folgen haben“, so Landmesser weiter.

„Auf der Suche nach neuen optimierten Versorgungskonzepten haben wir begonnen mit unseren Kolleginnen und Kollegen im niedergelassenen Bereich für verschiedene Erkrankungsbilder stationäre Therapiekonzepte so auf den ambulanten Bereich abzustimmen, dass wir besser sicherstellen können, dass stationäre und ambulante Therapie aufeinander aufbauen , so PD Dr. David Leistner, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik. Wir haben gemeinsame Behandlungsziele und Pfade entwickelt und ein strukturiertes diagnosenspezifisches Entlassmanagement entwickelt, das künftig sicherstellen soll, dass Patienten unmittelbar nach der stationären Behandlung in eine qualifizierte und fachlich und organisatorisch vernetzte Nachbehandlung übergehen können“, so Leistner weiter. „Kernstück sind aber sicherlich die mutimodalen Patientenschulungen, die intersektoral gemeinsam von Klinikmitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Netzwerkpraxen durchgeführt werden. So konnten für das Feld der Herzinsuffizienz bereits 50 Patientinnen und Patienten gemeinsam mit deren Angehörigen für den Alltagsumgang mit Ihrer Erkrankung geschult werden. Dabei steht immer im Vordergrund, das herauszuarbeiten, was Patientinnen und Patienten aber auch deren Angehörige selbst zur Krankheitsbewältigung tun können und den Patienten zu vermitteln, was Warnzeichen sind, die eine Vorstellung in der Klinik oder in den Netzwerkpraxen erforderlich machen.“ „Wir wollen die Patientinnen und Patienten zu Spezialisten in ihrer Erkrankung qualifizieren, und dadurch den positiven Bahandlungsverlauf weiter unterstützen“, so Leistner weiter, der gemeinsam mit einer Gesundheitsökonomin und Wissenschaftlerinnen im Bereich „Public Health“ diese Initiative gegründet hat. Erstes Projekt war das Herzinsuffizienznetzwerk Berlin Südwest-Brandenburg, das neben der Kardiologie am Charite Campus Benjamin Franklin (CBF) mittlerweile mehrere Berliner Versorgungskrankenhäuser und über 100 Praxen in und um Berlin umfasst. Deren Aufbau wird nun durch einen Förderpreis der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke weiter unterstützt. „Wir sind vom Zuspruch, der Motivation und der Unterstützung der teilnehmenden fach- und hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen absolut begeistert, so PD Leistner. Die Auszeichnung ist für alle Mitstreiter, meine Mitarbeiter eine sehr erfreuliche Auszeichnung, die uns motiviert, diesen neuen Baustein im deutschen Gesundheitswesen zum Wohle der Patienten weiter zu entwickeln.“

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Ulf Landmesser
Klinikdirektor / BIH-Professor für Kardiologie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Hindenburgdamm 30
12200 Berlin



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