Stentimplantation bei Verengungen der Halsschlagader

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Die Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose) beschreibt eine krankhafte Veränderung, die zum kompletten Verschluss dieses Gefäßes, mit der Folge eines Schlaganfalls und z.T. schweren Behinderungen führen kann.

Indikation

  • Solche Veränderungen können alle gehirnversorgenden Gefäße, wie Halsschlagader (Arteria carotis communis), innere Kopfschlagader und die Wirbelarterien (Arteriae vertebrales) betreffen.
  • Sie entstehen überwiegend durch langsame Ablagerungen von Kalk und/oder fetthaltigen Substanzen auf der Gefäßinnenwand (Arteriosklerose) während des natürlichen Alterungsprozesses.
  • Symptomatische Stenosen von mindestens 50% und asymptomatische Stenosen über 70 % Einengung sollten behandelt werden.

Methode

Bis vor kurzem konnten Verengungen nur operativ in Vollnarkose behandelt werden. Inzwischen ist eine Aufdehnung und Stentimplantation (Gefäßstütze) des verengten Bereiches auch ohne Operation möglich. Der Patient bleibt dabei wach und kann in der Regel bereits am Folgetag die Klinik verlassen.

Ablauf der Untersuchung

  • Zunächst wird die Bein-Arterie (Arteria femoralis) punktiert und über einen unmittelbar vor der Engstelle platzierten Führungsatheter ein dünner, so genannter Führungsdraht durch die Verengung oder den Verschluss der Arterie vorgeführt.
  • Ein über die Engstelle vorgebrachtes und dahinter entfaltetes "Schirmchen" (Embolieprotektionssystem) verhindert, daß abgehende embolische Materialien in den Hirnkreislauf gelangen und einen Schlaganfall auslösen.Patient für 4 Wochen eine Kombination aus ASS und einer weiteren blutpläÜber den Führungsdraht wird dann der Katheter, an dessen Spitze sich ein Ballon und eine Gefäßsstütze (Stent) befinden, unter Röntgendurchleuchtung vorgeschoben. Erreicht der Stent den Bereich der Verengung oder des Verschlusses,(Film Stentimplantation) wird er mit dem Ballon ca.1 Minute aufgedehnt. Hierbei können Schmerzen auftreten, die nach dem Dehnvorgang sofort nachlassen. Anschließen wird das Ergebnis durch Kontrastmittelgabe in das Gefäß mittels Röntgendurchleuchtung kontrolliert. (Film Abschluss LAO/RAO Projektion).
  • Anschließend werden "Schirmchen", Führungsdraht und Führungskatheter entfernt. Ein Verschlusssystem schließt die Punktionsstelle in der Leiste. Der Patient kann in der Regel nach 6 Stunden wieder mobil sein und am Folgetag die Klinik verlassen.
  • Danach muß der ttchenhemmenden Therapie (Clopidogrel) einnehmen, mit nachfolgender Dauertherapie mit einem dieser beiden Medikamente, i.d.R. ASS

Terminvereinbarung können über unser Sekretariat vorgenommen werden.

Kardiologisches Sekretariat

CharitéUniversitätsmedizin BerlinBerlin

Postadresse:Berlin

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. Ulf Landmesser

Klinikdirektor / BIH-Professor für Kardiologie

Prof. Dr. med. univ. Ulf Landmesser