Rotablationstherapie

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Was ist eine Rotablationstherapie?

Die Rotablation (Rotation = Umdrehung, Ablation = Abtragung) wird neben der herkömmlichen Ballonaufdehnung und der Stentimplantation zur Behandlung von stark verkalkten Herzkranzgefäßverengungen eingesetzt. Mit einer alleinigen Ballonaufdehnung gelingt es häufig nicht - besonders bei stark verkalkten Engstellen - diese ausreichend vor dem Einsetzen eines Stents aufzudehnen. In diesen Fällen kann durch die Rotablation eine Abtragung dieser unelastischen Verkalkungen („Stenosen-Entkalkung“) erreicht werden, sodass anschließend eine Ballonaufdehnung gut durchgeführt werden kann. Eine solche Rotablation wird mittels eines speziellen Katheters durchgeführt: An dessen Vorderseite befindet sich ein mit feinem Diamantstaub besetzter Bohrkopf. Es stehen verschiedene Bohrkopfgrößen von 1,25 – 2,5 mm zur Verfügung. Der rotierende Bohrkopf wird mit bis zu 200.000 Umdrehungen pro Minute, d.h über 3.000 Umdrehungen pro Sekunde in die verkalkte Koronarstenose vorgeführt, wodurch die Kalkstelle langsam und vorsichtig abgeschliffen wird. Dabei entsteht ein für den Patienten ein hörbares Geräusch, das an einen Zahnarztbohrer erinnert. Üblicherweise wird nur eine kurze „Bohrung“ für etwa 10-15 Sekunden vorgenommen. Beginnend mit der kleinsten Bohrkopfgröße kommen in der Folge größere Köpfe zum Einsatz. Nach der Rotablation ist die verkalkte Engstelle in der Regel soweit abgetragen, dass eine weitere Aufdehnung mit einem Ballonkatheter oder eine Stentimplantation mit gutem Ergebnis erfolgen kann.

Terminvereinbarung können über unser Sekretariat vorgenommen werden.

Kardiologisches Sekretariat

CharitéUniversitätsmedizin BerlinBerlin

Postadresse:Berlin

Ansprechpartner

PD Dr. med. David M. Leistner

Geschäftsführender Oberarzt, Leiter klinisches Studienzentrum

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