Renale Denervierung

Ein unkontrolliert hoher Blutdruck kann kurz- oder langfristig zu Schäden an verschiedenen Organen führen und bereits bestehende Organschäden können durch diesen verschlimmert werden. Eine gute Blutdruckeinstellung senkt somit das Risiko an zum Teil lebensbedrohlichen Folgen des Bluthochdrucks zu erkranken. Als unkontrolliert gilt ein Bluthochdruck in der Regel dann, wenn sich die Blutdruckwerte trotz der regelmäßigen Einnahme von mindestens drei blutdrucksenkenden Medikamenten weiterhin oberhalb der Zielwerte befinden.

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Methode

Mit der renalen Denervierung steht ein neues minimal-invasives Verfahren zur Verfügung, mit dem ein unkontrolliert hoher Blutdruck langfristig gesenkt werden kann. Bereits durchgeführte Studien (siehe Literaturhinweise) konnten übereinstimmend zeigen, dass bei > 80% der behandelten Patienten eine deutliche und anhaltende Blutdrucksenkung erzielt werden kann.

Ablauf des Eingriffs:

In örtlicher Betäubung wird eine Schlagader (Arterie) in der Leiste punktiert, woraufhin ein sogenannter Führungskatheter in die Hauptschlagader (Aorta) eingeführt und vor einer Nierenarterie platziert wird (siehe Abbildung Renale Denervation). Es wird dann der sogenannte Ablationskatheter durch den Führungskatheter hindurch in die Nierenarterie verbracht. Durch den Ablationskatheter werden anschließend mit der Abgabe mehrerer Stromstöße die Nervenfasern verödet (siehe Abbildung Renale Denervation). Dieses Vorgehen wird dann auf der gegenüberliegenden Seite (also in der zweiten Nierenarterie) wiederholt. Zusätzlich zur örtlichen Betäubung erhält der Patient schmerzstillende Medikamente sowie ein Beruhigungsmittel über eine Venenverweilkanüle. In der Regel ist die Behandlung somit schmerzfrei. Eine sogenannte Vollnarkose kommt nicht zum Einsatz.

Abbildung: Renale Denervation

Renale Denervation

Führungs- und Ablationskatheter liegen in der Hauptschlagader bzw. der Nierenarterie. Durch den Ablationskatheter werden Stromstöße abgegen und die Nervenfasern in der Gefäßwand der Nierenarterie verödet. (Abbildung entnommen aus: Presentation Slide Deck - Catheter Based Renal Denervation - Simplicity HTN Trials. Medtronic, Inc.)

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Kardiologisches Sekretariat

CharitéUniversitätsmedizin BerlinBerlin

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Ansprechpartner

Dr. med. David Sinning

Teilbereichsleiter Privatärztliche Versorgung

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