Therapeutische und diagnostische Punktion von Perikardergüssen

Unter einer Perikardpunktion versteht man die diagnostische und therapeutische Punktion eines Ergusses im Herzbeutel mit einer Nadel.

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Ablauf der Untersuchung

  • Die Untersuchung erfolgt unter sterilen Bedingungen mit lokaler Betäubung und ausreichender Desinfektion der Punktionsstelle. Auf Wunsch kann der Patient eine Sedierung erhalten.
  • Die Punktion erfolgt unter Röntgendurchleuchtung und echokardiographischer Kontrolle (Herzecho), um Fehlpunktionen und Komplikationen zu vermeiden.
  • Bei größeren Ergüssen kann auch eine dünne Kunststoff-Drainage in den Herzbeutel platziert werden, um auch einen nachlaufenden Erguss komplett zu entleeren. Sie wird im Verlauf ohne Schwierigkeiten entfernt.

Nach der Untersuchung

Um wichtige Informationen über die Grunderkrankungen zu erhalten, wird das gewonnene Punktat untersucht auf

  • infektiöse Erreger
  • Tumorzellen
  • Entzündugszellen

Indikation

Die Untersuchung erfolgt

  • bei Notfällen auf der Intensivstation
  • bei geplanten Eingriffen im Herzkatheterlabor

Ansprechpartner

PD Dr. med. Carsten Skurk

Stellv. Klinikdirektor / Leiter Intensivmedizin

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