Intrakoronare Lithotripsie

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Intrakoronare Lithotripsie

Seit Jahrzehnten werden mit der fokussierten extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie Nierensteine zertrümmert und den Patienten damit Operationen erspart. Seit 2019 steht dieses Wirkprinzip für die Behandlung von schwer verkalkten Koronarstenosen zur Verfügung. Dabei erzeugt man dabei die Schalldruckwellen in zwei Emittern innerhalb eines Ballons, der  direkt in die Koronarstenose eingeführt werden kann. Damit können die Schallwellen radial auf die Kalkplaque einwirken. Auf Knopfdruck baut sich zwischen den Polen des winzigen Emitters eine Spannung von 3000 Volt auf. Ein Funke springt über und erzeugt blitzschnell eine Dampfblase, die implodiert und Schalldruckwellen verursacht.  Der Ballon überträgt die Energie der Schalldruckwelle mit kurzzeitig bis zu 50 Atmosphären Druck auf die Plaque, wodurch harte Plaquestrukturen Risse bekommen und verkalkte Koronarplaques dilatierbar werden und mit einem Stent versorgt werden können, die trotz verkalkter Plaqueanteile gut öffnen können. Die intrakoronare Lithotripsie passt gut in das aktuelle Konzept der in der Klinik angewandten „Präzisions-PCI“, die mittels intrakoronarer Bildgebung klar die Indikation für diese Art der Plaquebehandlung sichern kann.

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med. David M. Leistner

Leitender Arzt, Interventionelle Kardiologie, Geschäftsführender Oberarzt, Leiter klinisches Studienzentrum, Leitender Oberarzt TAVI Programm