Chest pain Unit

Das akute Koronarsyndrom (ACS) ist unverändert eine der Haupttodesursachen der westlichen Welt. Die sofortige Behandlung des betroffenen Herzkranzgefäßes steht daher im Vordergrund einer zielgerichteten ACS-Therapie. Dabei spielt der Zeitfaktor eine kritische Rolle. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt, unnötige Zeitverluste in der Diagnostik und Therapie bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom zu vermeiden.

In der Chest pain Unit (CPU) werden Patienten mit Verdacht auf akutes Koronarsyndrom behandelt.

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Zertifizierte Chest pain Unit in der Klinik für Kardiologie

In enger Kooperation mit der Rettungsstelle am Campus Benjamin Franklin der Charité (Leiter: Prof. Dr. Rajan Somasundaram) werden Patienten mit Brustschmerzen und damit Verdacht auf eine Durchblutungsstörung am Herzen in die Chest Pain Unit (CPU) aufgenommen. Hier untersuchen und behandeln Fachärzte für Kardiologie gemeinsam mit speziell geschulten Pflegekräften nach festgelegten speziellen Behandlungsrichtlinien. Hierfür werden alle modernen Diagnoseverfahren bereitgehalten und bilden mit dem Notarztdienst, dem Herzkatheterlabor  und dem Schwerpunkt Intensivmedizin eine enge Funktionseinheit. So können beispielsweise Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt (STE-ACS) binnen weniger Minuten nach Eintreffen in der Klinik im Herzkatheterlabor behandelt werden und das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat für den Betrieb von Chest Pain Units (CPUs) entsprechende Kriterien und Empfehlungen erarbeitet, um so ein Qualitätsmerkmal zu gewährleisten, sowie entsprechende Richtlinien für eine erfolgreiche Zertifizierung der einzelnen Kliniken etabliert.
Die Chest Pain Unit (CPU) am Campus Benjamin Franklin hat alle diese Vorrausetzungen erfüllt und wurde daher bereits mehrfach zertifiziert.